Frankfurt am Main – Heddernheim

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Liebe Mitglieder,

leider mussten wir aufgrund der anhaltenden Pandemie  alle vorgesehenen Termine absagen.

Unsere Vereinsarbeit geht aber trotzdem weiter.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns sehr Sie bald wieder begrüßen zu dürfen.

nbei ein Artikel, der letzte Woche in der Frankfurter Neuen Presse erschienen ist, über das Bauvorhaben In der Römerstadt 124-126 und unsere Ideen und Pläne für dieses Grundstück.

Artikel von GERNOT GOTTWALS in der FNP vom 5. Dezember 2020

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-roemerpark-wohnungsbau-abg-90123227.html

Diese Planung und das Konzept halten sich an die momentanen Gegebenheiten und die durch das Denkmalamt ausgegrabenen  römischen Baureste. Siehe Plan 1 und 2.

Auf diesem verhältnismäßig kleinen Raum hätte man noch die Möglichkeit, auf die 200 jährige Anwesenheit der Römer der Bevölkerung hier, einen Einblick zugeben und auch Schüler darüber  angemessen zu unterrichten.

Es würde auch der sogenannten Kunst und Wissenschaftsstadt Frankfurt die Möglichkeit geben, trotz  ihrer rücksichtslosen Überbauung der CIVITAS TAUNENSIUM, die größer war als Frankfurt im 13. Jahrhundert, etwas zu erhalten.

Konzept für die Bebauung des Grundstücks „In der Römerstadt 124-126“.

Das Grundstück ist momentan mit Dornengestrüpp, Buschwerk und Bäumen bewachsen. Der Boden ist durch die Ausgrabungen uneben. Es hat eine Größe von ca.90 x 90 m.

Im westlichen Teil der Fläche sind in Schutzhütten Reste einer römischen Villa mit einer Fußboden-Heizung, ein römischer Steinkeller und ein Töpferofen erhalten. Es ist noch ein Teil einer römischen Straße vorhanden. Ein großer Steinkeller, von dem man annimmt er gehöre zu einem Tempel, wurde zum Schutz wieder mit Sand verfüllt.

Zahlreiche ausgegrabene Zisternen, Gruben, Gräben,  Brunnen etc. weisen auf die beinahe 200-jährige römische Bebauung  hin.

Im Süd-Osten der Fläche stehen noch die Army-Baracken. Diese müssen erst entfernt werden.

Die  Fläche wird dann sicherlich vom Denkmalamt noch ausgegraben (Dauer ca. 2 Jahre).

Da es sich hier um die letzten erhaltenswerten Reste der ehemaligen CIVITAS TAUNENSIUM NIDA handelt, die größer war als Frankfurt im 13. Jahrhundert, wäre es eine Schande, die Überreste nicht zu erhalten und wie in vielen finanziell schlechter gestellten Städten, Teile zu rekonstruieren.

Hier könnte man eine Möglichkeit schaffen, dass  Schuler einen Tag römische Geschichte erleben können; mit römischem Schulunterricht, selbst gekochtem römischem Essen, römische Gewänder schneidern, römische Sandalen herstellen, Töpfern, Drechseln, Bronzegießen, Knochen bearbeiten,  römischen Spielen und vielem anderem.

Das wäre wohl auch für Erwachsene  sehr interessant.

Die links neben der Straße liegenden Reste einer Villa könnten als Villa eines Winzers rekonstruiert werden. Im römischen Praunheim gab es einen Winzer. Die  Gemarkung hier heißt „Im Wingerten“. In den Nebengebäuden könnte eine römische Kelterei , ein Weinkeller und zusätzlich Lagerräume für Fässer und Amphoren entstehen.

Rechts der Straße sind, neben dem erhaltenen Steinkeller, entlang der Straße mehrere Erdkeller ausgegraben worden. Dort könnte man in römischen Fachwerkhäusern Ladengeschäfte der verschiedenen Handwerke (siehe oben)  rekonstruieren. Angeleitet sollte man dort die Möglichkeit der Selbsterfahrung im römischen Handwerk bekommen. Ein Haus sollte mit einer Töpferwerkstatt ausgestattet sein. Der erhaltene Töpferofen sollte rekonstruiert werden. Mit der Töpferwerkstatt und dem Ofen könnte auf eines der wichtigsten Handwerke in Nida hingewiesen werden, gab es doch über hundert Töpfer-Öfen.

Brunnen und Zisternen waren in der Nähe der Häuser.

Nördlich der Villa könnte man ein  kleines Amphitheater bauen. Dort hätten Schulklassen oder andere Gruppen die Möglichkeit, Stücke aufzuführen. Auch für Vorlesungen und Versammlungen etc. könnte man es nutzen. Im unteren Teil könnte eine kleine Arena für Spiele etc, entstehen.

Viele Säulen und Steindenkmäler in farbiger Darstellung könnten aufgestellt werden.

Der östlich liegende große Keller, von dem man meint, er gehöre zu einem Heiligtum, könnte als Mithras-Tempel ausgebaut werden. In Nida gab es vier Mithräen. Darüber könnte ein kleiner Tempel gebaut werden. In ihm und neben ihm könnte auf die vielen anderen Götterkulte hingewiesen werden.

Unser Konzept ist, die nicht mit archäologischen Resten bebaute Fläche in einem italienisch-römischen Stil zu bebauen, damit es sich von der anderen Bebauung abhebt; mit  Arkaden oder überdachten Gängen, Bedachung mit Leistenziegel etc. .

An der Front, in der Straße In der Römerstadt, sollte in einem Restaurant (taberna), ausgestattet mit römischen Funden, römisches Essen angeboten werden. Von dem Hof hat man einen Ausblick auf die Rekonstruktionen.

Ein Torbogen, eine Museums-Dependance und kleinere Läden könnten dort entlang der Straße entstehen.   

Die Finanzierung der Rekonstruktion könnte durch archäologiesche Stiftungen, der  Stadt, dem Land und auch eventuell durch allgemeine Spenden erfolgen. Auch Eintrittsgelder könnten erhoben werden. Die rekonstruierten Häuser würden nicht so teuer werden, da man auf die Wasser und Licht Versorgung weitgehends verzichten  kann, die man auch damals nicht hatte.

Für die Ausführung könnte eventuell die Jugendbau Hütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Fachwerkbau in ihrem Programm hat, zu bekommen.

Die Fachwerkhölzer kann man eventuell vom Hessenpark-Museum oder von abbruchreifen Häusern in Hessen beziehen.

Die Rekonstruktion der antiken Gebäude könnte nach und nach geschehen, je nach finanziellen Mitteln.

Details zum Konzept

Ortsbeirat will archäologische Funde öffentlich zugänglich machen. ABG Frankfurt Holding und die Kommune haben sich darauf geeinigt, Ausgrabungsstücke der historischen Stadt Nida in die Freiraumgestaltung zu integrieren.“

So beginnt ein Presseartikel der FR vom 03.02.2020 von PIA HENDERKES-LOECKLE

Weiterlesen: https://www.fr.de/frankfurt/heddernheim-ort904323/frankfurt-heddernheim-eine-million-euro-roemerpark-13519899.html

Römerpark

Hier die Ausgrabungsbefunde auf den Grundstücken „In der Römerstadt 126-134“  (Ami-Baracken), aus den Publikationen des Denkmalamtes Frankfurt „Archäologie in Frankfurt 1987- 2011“.

Forum-Nida-Funde

Hier ein interessanter Artikel aus den „Frankfurter Archäologischen Blättern“ vom September 1927, von Prof. Dr. Dr. Georg Wolff. Er berichtet, dass der Oberbürgermeister Adickes 1912-13 schon die Überbauung des römischen Stadtgebietes geplant hat. Dies kurz nach der Eingemeindung Heddernheims 1910.

Es zeigte schon damals, das vollkommende Desinteresse der Frankfurter Politiker an der Heddernheimer Geschichte. Galt die Ausgrabungsfläche doch allgemein und in wissenschaftlichen Kreisen, als das Pompeji Nassaus oder Deutschlands.

Funde von dort wurden schon damals in London, in Paris, Berlin und vielen anderen Museen gezeigt. Zahlreiche Publikationen wiesen auf die Bedeutung der Fundstelle hin.

Die Begründung Wohnungsnot für die Überbauung kann wohl nicht stimmen, war doch das ganze Umfeld damals noch unbebaut.

Die Überbauung der römischen CIVITAS TAUNENSIUM wurde dann nach dem 1.Weltkrieg 1927-29, unter Oberbürgermeister Landmann und Baurat Ernst May auf enteigneten Grundstücken durchgeführt.

Was Archäologen schon lange annahmen, gilt durch die Grabungen für den Erweiterungsbau der Römerstadtschule nun als erwiesen: Am Übergang der heutigen Stadtteile „Römerstadt“ und „Nordweststadt“ befand sich das Zentrum des antiken Nida mit einem Kultplatz und mindestens fünf Tempelbauten. Das eigentliche Schmuckstück ist aus Bronze.“

So beginnt ein Presseartikel der FNP vom 26.8.2016 von

Weiterlesen: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Zentrum-des-antiken-Nida-gefunden;art675,2181282

Unser Vorsitzender hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß in London im „British Museum“ etliche Funde aus Heddernheim / NIDA zu finden sind – tatsächlich kann man sich dort online alle Funde auflisten lassen: Findplace Heddernheim
Besonders selten ist die Votivplatte des Jupiter Dolichenus – hier noch eine Dissertation von Joachim Pahl: Der Kult des Jupiter Dolichenus. Ausbreitung, Selbstverständnis, Niedergang.  Münster, Westfalen 2010

Liebe Mitglieder und Interessierte,

hiermit erinnern wir Sie nochmals an den nächsten Vortrag von Michael Schmidt am 20.Mai um 19 Uhr in der Kastellstraße 28 in Heddernheim mit dem Thema: „Italien nach dem Zweiten Punischen Krieg“.

Außerdem noch ein wichtiger Hinweis: Der Vortrag vom 22. Juni „Der Dritte Punische Krieg“ wird auf den  29. Juni  verlegt; wir bitten um Beachtung!

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